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Notruf / Sicherheitstipps

2. RETTEN UND FLÜCHTEN

 Bei jeder Alarmierung muß es Dir immer möglich sein, noch selbst aus der Gefahr zu flüchten.

 Rette und hilf dann auch anderen:

Zugleich mit der Alarmierung müssen alle Personen, die eventuell vom Brand betroffen sind, gewarnt werden.
Stelle fest, ob es Verletzte, Kranke, Kinder, ... gibt und hilf ihnen ins Freie zu kommen.
Wenn die Kleidung einer Person bereits Feuer gefangen hat, lösche diese mit Decken oder anderen Kleidungsstücken oder wälze die Person auf dem Boden.

 Die meisten der ca. 70.000 Menschen, die pro Jahr weltweit bei Bränden sterben, verhalten sich falsch. Die folgenden Regeln helfen vor allem, den zwei größten Gefahren bei Bränden zu begegnen, nämlich:
 Ersticken und Vergiftung durch Brandrauch.
                                                                                              
Wenn du flüchten kannst

     Schliesse die Fenster im Brandraum.
      Schliesse hinter Dir alle Türen.
      Verständige die Mitbewohner.
      Öffne die Fenster von Fluchtwegen.
      Achtung: Aufzug nicht benützen!
                                                                                           
Wenn Du nicht mehr flüchten kannst

   1. Versuche zu löschen.
    2. Entferne Dich vom Brandherd.
    3. Schliesse die Türe zwischen Dir und dem Brandherd.
    4. Dichte die Türritzen ab.
    5. Öffne erst jetzt ein Fenster.
    6. Rufe, winke und telefoniere um Hilfe.
                                                                                      
3. LÖSCHEN

 Etwa die Hälfte aller Brände werden gelöscht, noch bevor die Feuerwehr eintrifft. Aber: Beginne mit dem Löschen immer erst dann, wenn:

      die Feuerwehr alarmiert ist,
      keine Person mehr zu retten ist,
      die Flucht nicht nötig oder nicht mehr möglich ist.

                                                                                                 
Die Regeln für die Brandbekämpfung

1. Verhindere die Ausbreitung des Brandes: Öffne die Türen und Fenster des vom Brand betroffenen Raumes erst dann, wenn der Löschangriff vorgenommen werden kann.

 2. Sorge für Rauchabzug: d.h.: Öffne die Fenster im Stiegenhaus und in den Räumen, die vor dem Brandraum liegen.

 3. Achtung auf Stichflammen bei Türen: Öffne die Tür zum Brandraum in gebückter Stellung und nütze dabei eine Deckung aus.

 4. Gehe gebückt vor, denn: Der heiße Rauch steigt auf: Und deshalb ist es in Bodennähe nicht nur kühler, sondern auch die Sicht ist dort besser.

5.Beachte die Regeln für richtiges Löschen: vgl. Kapitel 6
                                                                                             
Wenn Du den Brand mit den vorhandenen Mitteln (Kleinlöschgeräte etc.) nicht löschen kannst, dann:  Verhindere die weitere Ausbreitung.

Entferne brennbare Gegenstände: Vor allem Behälter mit gefährlichem Inhalt, leicht brennbare Einrichtungsgegenstände, Vorhänge, ...
Schließe die Türen: Schließe die Tür hinter Dir, wenn Du den Brandraum verläßt. Halte die Türen im Brandabschnitt (vor allem zum Stiegenhaus) geschlossen.
Schalte Klima- und Lüftungsanlagen ab.
Sperre Gas- und Ölleitungen ab.
Schalte die Stromleitungen ab.
      Achtung auf Funkenflug! Durch Funkenflug können sich weitere Brände bilden: Schließe Fenster, Türen, Dachbodenluken in der Umgebung und beobachte sie.
                                                                                          
4. ERWARTE UND INFORMIERE DIE FEUERWEHR.

 Die Feuerwehr braucht ein paar Minuten, um sich im Feuerwehrhaus zu treffen und einige Minuten für die Anfahrt.
Diese Zeit ist für Betroffene oft lang. Damit die Feuerwehr ohne lange Erkundungen einzuholen, gleich helfen kann, ist es gut, wenn Ortskundige die Feuerwehr einweisen. Beachte dabei folgende Punkte:

      Halte Schaulustige fern.
      Erwarte die Feuerwehr bei der Einfahrt: Öffne Einfahrten, Tore, Gitter, ... schon vor       dem Eintreffen der Feuerwehr.
      Informiere die Feuerwehr über:
      Wo brennt es? Gib die Lage des Brandherdes im Objekt möglichst genau an.
      Wer wird vermisst? Gibt die vermutete Lage von Personen, Tieren und wertvollen       Sachen an.
          
          Nebeneingänge: Nicht immer ist der Haupteingang der ideale Angriffsweg für die            Feuerwehr, weil dort oft noch viele Personen herausflüchten können.             
Brandschutzratgeber vom BMI
Brandschutzratgeber_Folien.pdf
Verhalten im Brandfall

Im Laufe eines Jahres gibt es ca. 25.000 Brände in Österreich. Die Wahrscheinlichkeit ist daher gross, dass Du irgendwann auch davon betroffen bist. Für eine erfolgreiche Bekämpfung des Brandes müssen vier notwendige Massnahmen in der richtigen Reihenfolge getroffen werden:

 

    1. Alarmieren

    2. Retten

    3. Löschen

    4. Die Feuerwehr informieren

                                                                                         

1. ALARMIEREN

Die Feuerwehr kann nicht reagieren, ohne um den Brand oder den Schaden Bescheid zu wissen. Daher muss zu allererst die Feuerwehr alarmiert werden! Dies gilt auch für Personen, die noch nichts vom Brand wissen: Nachbarn, Hausbewohner, ...

 

Keine Scheu vor der Feuerwehr: Ruf an! ... auch wenn Du Dir nicht sicher bist, ob es unbedingt nötig ist, ob nicht die betroffenen Personen selber löschen können. Für die Feuerwehr gilt: Lieber einmal zu oft ausgefahren, als einmal zu spät.

 

Verlass Dich nicht auf andere und alarmiere selber. Denn es gilt für die Feuerwehr:                

            Besser drei Alarmmeldungen zum gleichen Brand als gar keine.

So alarmierst Du die Feuerwehr:

Wähle die Notrufnummer 122

DIE ALARMMELDUNG: soll immer diese vier Punkte enthalten:

Wer spricht? (Name des Anrufers)

      Was ist passiert? (Brand, technisches Gebrechen)

      Wo wird die Feuerwehr gebraucht? (Adresse, Anfahrt)

      Wie? (Weise auf besondere Umstände hin: eingeschlossene Personen, besondere Gefahren, Krankenhaus, Pflegeheim, Schule, Hochhaus ...)

                                                                                         

                               

Autobahnnotrufsäule: Taste Feuer

Brandmeldetaste in Großgebäuden

 

Druckknopfmelder für die Sirene beim Feuerwehrhaus

(Wichtig: wenn Sie den Alarm beim Feuerwehrhaus direkt auslösen, müssen Sie den ankommenden Einsatzkräften den Weg zum Einsatzort mitteilen!)

 Sprich langsam und deutlich!

Die meisten Brandopfer – 70% – verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung! Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt